Der 16. Oktober war für unsere Kinder aus der Planetengruppe ein besonderer Tag, da Frau Bettina Tenge-Lyazami am Nachmittag zu uns kam, um den älteren Kindern des Kindergartens ihr neu erschienenes Buch vorzustellen. Frau Tenge-Lyazami ist Historikerin und ihr besonderes Interesse gilt der Geschichte der Stadt Frankfurt am Main. Beim Schreiben ihres Buches „Das mittelalterliche Frankfurt“ kam es ihr besonders darauf an, Kindern leicht verständlich, anschaulich und spannend von der Vergangenheit der Stadt zu erzählen. Die Ereignisse werden aus der Perspektive des Adlers Akki beschrieben, der sich bis in unsere Tage hinein auf dem Stadtwappen der Stadt Frankfurt am Main gehalten hat. Den Adler Akki zeichnet eine besondere Eigenschaft aus: mit Hilfe eines Zauberspruches kann er durch die Zeit reisen. Während ihres eineinhalbstündigen Besuches hat uns Frau Tenge-Lyazami zwei Kapitel aus ihrem Buch vorgestellt.

Im ersten Kapitel ging es um die Gründungssage der Stadt, der die Kinder aufmerksam gelauscht haben. Es wurde ihnen unter anderem eine Furt erläutert, wobei die Illustrationen im Buch den Betrachtern helfen, auch schwierige Begriffe zu verstehen.

Für das zweite Kapitel, das uns vorgestellt wurde, wurden alle eingeladen, den Zauberspruch mitzusprechen, denn Akki musste seine Zeitreise 400 Jahre weiter fortsetzen und mittlerweile war das Dorf an der Furt zu einer Stadt mit einer Burg angewachsen. Es gab zwischendrin Gelegenheit, ein Mädchen mittelalterlich einzukleiden und besonders interessiert haben sich die Kinder für den klimpernden Geldbeutel, der früher am Körper getragen wurde und den alle ein Mal öffnen und näher betrachten wollten.

Die Enttäuschung war den Kindern anzusehen, da er mit neuen Münzen gefüllt war. Die ursprünglich verwendeten Münzen können aber im Historischen Museum im Original betrachtet werden. Ein Altstadtbesuch mit Frau Tenge-Lyazami würde den Nachmittag abrunden, so dass die Kinder den Adler Akki, alte Geldmünzen oder Bilder bzw. auch Reste der Burg Saalhof am Main in den alten Gemäuern des Historischen Museums in ihrem alten Glanz auf sich wirken lassen könnten…